Die Insel Usedom

Ferienwohnungen in Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck

Im nordöstlichen Teil Deutschlands liegt die Insel mit der jährlich höchsten Anzahl an Sonnenstunden aller Gebiete unserer Heimat. Die Insel ist bequem über zwei Brücken zu erreichen, aus dem Süden kommend über die Zecheriner-Brücke oder aus dem Westen kommend über die Wolgaster-Brücke. Bei beiden Brücken handelt es sich um Klappbrücken, die zu geregelten Zeiten für den größeren Schiffsverkehr auf dem Peenestrom geöffnet werden.

Die geographische Geschichte Usedoms als Insel ist, gemessen an der Erdgeschichte, relativ jung. Vor erst 20.000 Jahren entstand die Insel Usedom durch die Veränderungen der jüngsten Weichsel-Eiszeit. Wenn der Besucher an der Entstehungsgeschichte der Insel interessiert ist, kann er mit der Hilfe einer geeigneten Karte auch heute noch die wesentlichen Merkmale dieser Entstehung erkennen. Die Erhebungen der Insel (Streckelsberg, Langer Berg, Präsidenten Berg, Kirchenberg usw.) sind die Endmoränen aus der letzten Eiszeit.

Vermutlich betraten etwa 7000 v. Chr. die ersten Menschen diesen Flecken Erde. Geologische Funde bestätigen ca. ab 2000 v. Chr. eine rege Handelstätigkeit in diesem Küstenbereich, der allgemein unter dem Begriff "BERNSTEINKÜSTE" bekannt war. Während der Völkerwanderung (375 bis 568) übernahmen slawische Stämme die Insel und siedelten sich hier an. Eine Anzahl von Ortsbezeichnungen und Namen ist auch heute noch auf diesen Abschnitt der Geschichte zurückzuführen. Um 1128 fand die endgültige Christianisierung der Inselbevölkerung statt. Es entstanden einflussreiche Klöster, die aber im Zuge der Reformation aufgelöst wurden und deren Besitz an die pommerschen Herzöge fiel. Die jedoch waren trinkfest und scherten sich nicht um die Mehrung ihrer Macht und so starb das Geschlecht von Pommern-Wolgast während des 30-jährigen Krieges aus. Durch unklare Machtverhältnisse und Fremdeinflüsse von allen Seiten wurde die Insel vollständig ausgeräubert, bis im Jahre 1720 Friedrich Wilhelm I. das Land Altvorpommern (somit auch die Insel) für zwei Millionen Taler erwarb. Aber erst Friedrich II. lockerte die harten Frondienste. 1820 erfolgte auch hier die endgültige Abschaffung der Leibeigenschaften, die nunmehr endlich zu einer erfolgreichen Entwicklung der Landwirtschaft führte. In dieser Zeit wurden zwei große Projekte auf der Insel durch einen Entscheid des großen Friedrich durchgeführt. Zum einen die Trockenlegung des großen Moores im Inselinneren, des Thurbruches und zum zweiten der Ausbau und die Schiffbarmachung der Swine, um hier den schwedischen Zolleinnehmern, die in Wolgast saßen, zu entgehen. Im Zuge dieser Arbeiten entstand der Ort Swinemünde, der bald zu einem wichtigen Hafen und Flottenstützpunkt wurde.

Usedom Usedom

Die ersten Feriengäste kamen nicht freiwillig nach Usedom, denn es handelte sich um verwundete preußische Offiziere, die zur Genesung hierher entsandt wurden. Diese ersten Kuren waren offensichtlich so erfolgreich, dass sich sehr schnell ein Badeleben entwickelte. 1824 wurde in Swinemünde die erste Badedirektion auf der Insel Usedom gegründet. Theodor Fontane berichtet aus dieser Zeit in seinen Kindheitserinnerungen.

Ebenfalls im Jahre 1824 unternahm der Rittergutbesitzer von Bülow auf seinem eigenen Land, nahe bei einer kleinen Fischerkolonie gelegen, durch die Errichtung eines Badehauses und dreier Logierhäuser den entscheidenden Schritt zur Bildung des neuen Seebades Heringsdorf. Schon bald war dieses Seebad der mondänste Badeort des ganzen Reiches. Streng wurde auf die adlige Abstammung oder auf ein entsprechendes Vermögen der Gäste geachtet. Nur diese durften auch Grundstücke erwerben und Ferienhäuser von großer Noblesse errichten. Bis zum 2. Weltkrieg blieb das Seebad Heringsdorf ein Bad nur für die gehobene Gesellschaft.

Im benachbarten Ahlbeck badete zu dieser Zeit die bürgerliche Mittelschicht. Trotz dieser geordneten Welt, war Ahlbeck der Hauptanziehungspunkt für (vornehmlich die Berliner-) Badegäste, denn den großen Trumpf aller Badeorte auf Usedom besaß und besitzt Ahlbeck mit seiner Seebrücke und dem darin befindlichen Seebrücken-Restaurant. Während Heringsdorf um die Jahrhundertwende ca. 10.000 Badegäste beherbergte waren es in Ahlbeck zu dieser Zeit bereits 30.000. Das dritte der sogenannten Kaiserbäder, das Seebad Bansin, wurde 1897 während der ersten Hochkonjunktur des Urlaubsgeschäftes angelegt. Wenn Sie heute die Bergstraße entlang bummeln, können Sie sich selbst vom "prächtigen Nebeneinander der anspruchsvollen Villen" überzeugen. Eine prächtige Kulisse für Filme, wie "Effie Briest" oder die "Buddenbrooks". Eine wunderbare Strandpromenade von über 8 km Länge zum Wandern, Bummeln oder Radfahren, verbindet diese Seebäder in natürlicher reizvoller Umgebung. Hier sind die wesentlichen Entwicklungen der Orte erkennbar und viele Hinweise künden von berühmten Besuchern aus vergangenen Zeiten. Erkunden Sie es selbst!

Abseits dieser Orte können Sie eine wunderbare Natur genießen. Es finden sich erholsame Plätze in herrlichen alten Buchenwäldern, gut hergerichtete Radwege, eine Vielzahl von Aussichts- und Einkehrmöglichkeiten, Moore, Seen, Wälder, Wiesen und Felder, die das Auge und die Seele des Gastes entspannen und erfreuen.

Weitere Seebäder und Urlaubsgebiete finden sich nördlich von Bansin. Immerhin ist der ziemlich gerade verlaufende weiße Sandstrand ca. 38 km lang. Überall sind Gäste herzlich willkommen und finden geeignete Unterkünfte, ob in Kosorw, Kölpinsee, Ückeritz, Zinnowitz, der größte Ort der Insel, Trassenheide oder Peenemünde.

In der neueren Geschichte spielt die kleine Ortschaft Peenemünde eine nicht unbedeutende Rolle. Hier wurden die gefürchteten V-Waffen des Dritten Reiches produziert und abgefeuert. Ein Museum erzählt heute die Geschichte bis zur endgültigen Zerstörung der Produktionsstätte im Jahre 1944 durch die anhaltenden und schweren Bombenangriffe. Aber hier wurden auch wesentliche Grundlagen zum Aufbruch in das Zeitalter der Weltraumforschung und der Eroberung des Weltalls durch den Menschen gelegt.

Bedeutende Maler lebten und arbeiteten auf dieser Insel mit dem wunderbaren Licht. Das Atelier von Otto Niemeyer an der schmalsten Stelle der Insel (Lüttenort) kann einschließlich des Gartens und des künstlerischen Zentrums, ein alter S-Bahnwagen aus Berlin, besichtigt werden.

Mit diesem kleinen Exkurs über die Insel wollen wir es hier bewenden lassen. Es sollte nur ein kleiner Anreiz und Überblick über eine der schönsten und interessantesten Inseln unserer Heimat sein. Wenn Sie bis zum Ende gelesen haben und neugierig geworden sind, empfehlen wir Ihnen einen Aufenthalt, um "Ihr Usedom" zu entdecken und sich wohlzufühlen.